Frühkindliche Bildung schafft Lebenschancen

Bildung2. Oktober 2018

FDP Kita-Tour am Frankfurter Flughafen

Yanki Pürsün, Spitzenkandidat der FDP Frankfurt zur Landtagswahl und Sprecher für Soziales, Gesundheit, Jugend und Senioren der FDP-Fraktion im Frankfurter Römer sowie der Vorsitzende der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag, René Rock, heben die Bedeutung und Anforderungen betrieblicher Kindergärten für Eltern und Betreiber bei ihrem Besuch der betrieblichen Krippe SquaireShip am Frankfurter Flughafen hervor. In der Betriebskita „SquairShip“ werden die Mitarbeiterkinder der Lufthansa AG, von KPMG und dem Hauptzollamt Frankfurt betreut. Hier werden in vier altersgemischten Gruppen jeweils zehn Kinder im Alter von acht Wochen bis zu drei Jahren von zwei bis drei Erziehern betreut.

Gemeinsam im Gespräch mit Einrichtungsleiterin Virginia Wagner und der kaufmännischen Leiterin des Trägers Terminal for Kids, Bärbel Völker, begrüßten die Freien Demokraten die Vielfalt der Krippenangebote, die durch private Träger mit großem Engagement und hoher pädagogischer Motivation geschaffen wird. „Betriebliche Krippen wie Squairship sind für berufstätige Eltern eine enorme Unterstützung, denn die räumliche Nähe zum Arbeitsplatz, der exzellente Betreuungsschlüssel, die beziehungsvolle Betreuung sowie die zeitliche Flexibilität sind hier wirklich optimal.“, so Pürsün. „Es ist spürbar, dass hier Betreuungsangebote für Kinder geschaffen werden, die sich an den Bedürfnissen (voll-) erwerbstätiger Eltern und ihren Arbeitgebern orientieren. Dies führt zu einem Vertrauen der Eltern, das für eine gelingende Zusammenarbeit unabdingbar ist. Des Weiteren stimmen wir überein, dass Arbeitsbedingungen und Vergütung, bereits in der Ausbildung, entscheidend dazu beitragen, hochmotivierte und engagierte Erzieherinnen und Erzieher zu gewinnen.“

„Frühkindliche Bildung bedeutet gute Lebenschancen für jedes einzelne Kind“, ergänzte Rock. „Wir sind zu Ihnen gekommen, um zu erfahren, ob wir mit unserer Politik auf dem richtigen Weg sind. In Ihrer Krippe haben berufstätige Eltern kein schlechtes Gewissen, sondern wissen ihr Kind gut aufgehoben. Für uns ist klar, dass es kein einheitliches Gesetz für alle Kitas in Hessen geben kann, dazu sind die Krippen und Kitas zu vielfältig und das ist gut so. Aber Politik kann die richtigen Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass Zuwendung und Qualität endlich überall die hohen Standards erreicht, die Hessen verdient hat. Dazu gehören auch professionell definierte Vorgaben und ein Konsens darüber, was Qualität darstellt, damit anerkannte freie und gemeinnützige Träger wie die von SquairShip seriöse Leitlinien zur Hand haben.“

„In Hessen fehlen 7.000 Erzieherinnen und Erzieher, sowie 10.000 Kitaplätze und 20.000 Krippenplätze“, betonte Rock. „Die FDP hat Handlungsfelder definiert, mit denen wir den Mangel an Erziehern und Plätzen schrittweise beheben und auf eine neue Qualitätsebene kommen wollen:

  1. Wir wollen auf Landes-, Kreis- und Kommunenebene Elternbeiräte für Kitas einführen, damit Eltern ihre Anliegen und Interessen besser zur Sprache bringen können.
  2. Wir wollen das Wahlrecht der Eltern beim Betreuungsort ihrer Kinder dadurch stärken, dass das Land pauschal die Kosten dafür übernimmt, wenn ein Kind in einer anderen Kommune als am Wohnort, z.B. am Arbeitsort der Eltern, in eine Kita geht.
  3. Wir wollen intensiv in die Qualität investieren, von der Freistellung der Leitung, mehr Vorbereitungszeit, einem verbesserten Gruppenschlüssel bis zu einer höheren Qualitätspauschale, die den Kitas selbst überlässt, was sie in der Sachausstattung benötigen und anschaffen wollen.
  4. Wir überlegen, wie bei einem dualen Studium Praxis und Theorie von Anfang an zu verbinden und damit schon während der Ausbildung den Erzieherberuf auch finanziell attraktiver zu machen.  Die praxisintegrierte Ausbildung ist der richtige Weg, um neue Potenziale für den Erzieherberuf zu erschließen.
  5. Wir planen die Wiedereinführung der qualifizierten Schulvorbereitung, damit der Übergang von Kita zur Schule gelingt und die Fachkräfte in Kita und Schule voneinander lernen können.“