Kulturcampus: Platz für die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main (HfMDK) und die Bürger Bockenheims
Die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main (HfMDK) braucht ein zusammenhängendes Grundstück. Nach Ansicht der Freien Demokraten kann dieses nur auf dem südlichen Campus verwirklicht werden, sofern die HfMDK weiterhin plant, in Bockenheim ansässig zu werden. Zugleich haben die Bürger Bockenheims jahrelang intensiv für den Erhalt der Dondorf Druckerei gekämpft. Es erscheint daher begrüßenswert, die Druckerei weiterhin durch stadtteilgebundene und freie Künstler nutzen zu lassen.
Die Fraktionsvorsitzende der FDP-Fraktion im Ortsbeirat 2, Sophie Hartmann, erklärt dazu: „Das Juridicum ist stark baufällig. Dieses Gebäude muss weichen, um der Hochschule neue Chancen zu bieten und das Gelände endlich neu zu beleben.“ Die HfMDK würde das Gebiet rund um den Campus neu beleben. Die derzeitige Nutzung durch die Schirn mit offenem Foyer und Cafébetrieb im Erdgeschoss könnte für den Stadtteil fortgeführt werden. Hartmann ergänzt: „Einen Treffpunkt im und für den Stadtteil, an dem man noch die Industriegeschichte Bockenheims sehen kann, halte ich für absolut vorzugswürdig.“ Zugleich müsse man der Hochschule ein attraktives Angebot machen. Stückwerk lehne sie ab, so Hartmann weiter.
Der Kulturcampus ist seit Jahren ein zentrales Thema der Frankfurter Stadtentwicklung. Der FDP-Stadtverordnete Julian Langner sagt dazu: „Hier muss endlich eine Entscheidung getroffen werden. Eine erneute Vertagung durch weitere Untersuchungen führt Frankfurt nicht weiter.“
