Volle Kassen statt voller Räume – die Uni Frankfurt fit für die Zukunft machen

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Die Goethe-Universität ist ein prägender Teil unserer Stadt und steht in vielen Bereichen für sehr gute Forschung und Lehre. Dennoch zeigen sich in letzter Zeit vermehrt Schwachstellen und Unterfinanzierung. Wir als FDP Frankfurt sehen die universitäre Forschung und Lehre als herausragend wichtiges Gut für unsere Stadt, das Land Hessen und die Gesellschaft. Daher sollen mit solider Finanzierung und gleichzeitiger Priorisierung Missstände stärker bekämpft werden.

1. Kapazitäten der universitären Infrastruktur

Zuletzt zeigten sich an allen Standorten Probleme mit der Kapazität der universitären Infrastruktur. Brechend volle Mensen, frühzeitig ausverkaufte Speisenangebote schon zur Mittagszeit sowie regelmäßig unzureichend Plätze in den Bibliotheken sind unhaltbare Zustände. Gleichzeitig bilden die Öffnungszeiten der Angebote kaum die Bedürfnisse der Studierenden ab.

Die FDP Frankfurt fordert das Land Hessen daher auf: 

Zudem soll die Stadt Frankfurt prüfen, inwiefern die Nutzung städtischer Gebäude als Lernräume ausgeweitet werden kann. Dazu zählen eine verlängerte Öffnungszeit von städtischen Bibliotheken oder die Nutzung von Schulen am Abend.

2. Campus Bockenheim pragmatisch nutzen

Die FDP Frankfurt unterstützt das Ziel, den Campus Bockenheim mit kulturellem Schwerpunkt zu erneuern. Er soll zum Zentrum der Hochschulbildung im Bereich der Musik und Darstellenden Kunst werden. Die FDP fordert alle Beteiligten der Stadt auf, dafür die planerischen Voraussetzungen zu schaffen.

Wir bekräftigen die Forderung nach dem Abriss des Juridicums. Damit soll die Möglichkeit geschaffen werden, den Vorschlag aus der Frankfurter Bürgerschaft (kulturcampus-bockenheim.de) für einen Neubau der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst umzusetzen, der als einziger weitgehend im Rahmen des bestehenden Bebauungsplans und in einem überschaubaren Zeitraum das Raumprogramm der HfMDK vollständig umsetzt und so diesem einzigartigen Bildungsort die erforderliche Zukunftsperspektive eröffnet. 

Ferner fordern wir, das nördliche Baufeld so zu beplanen, dass auch die freie Szene und das Frankfurt LAB dort eine Zukunftsperspektive erhalten.

Das Studierendenhaus bedarf auf dem neuen Campus dringend einer neuen Ausrichtung. Projekte wie ein Studentencafé oder Sammlungen für Altklausuren sollen weiterhin Platz erhalten. Gleichzeitig ist für uns klar, dass sie die Zustände wie im aktuellen Studierendenhaus, das neben zunehmender Verwahrlosung und Spuren von Vandalismus vor allem mit Nutzern auffällt, die durch Aushänge und Flugblättern ein mindestens kritisches Verhältnis zum Rechtsstaat demonstrieren, sich keinesfalls wiederholen dürfen. Hier ist als Eigentümer auch die Stadt Frankfurt in der Verantwortung und hat bei entsprechenden Auffälligkeiten konsequent durchzugreifen.

3. Sparpotentiale zusammen mit der Universität ausloten

Universitäten stehen stark unter finanziellem Druck. Die FDP Frankfurt kritisiert stark die Einsparungen der Landesregierung Hessen, die mit den Hochschulen genau den falschen Haushaltsplan treffen. 

Dennoch sollte die Politik mit den Universitäten – gerade vor dem Hintergrund der grundgesetzlichen Hochschulfreiheit – gemeinsam ausloten, wo Sparpotentiale oder Einnahmequellen erschlossen werden können. Insbesondere sollten Stadt und Land mit der Universität folgende Maßnahmen in den Blick nehmen: