Die Kreise stärken, die Partei erneuern – Für eine kampagnenfähige und wachsende FDP

vom • •

Die FDP Frankfurt fordert den Landesvorstand und den Bundesvorstand der Freien Demokratischen Partei auf, die Partei grundsätzlich neu auszurichten. Die FDP muss wieder lernen, Politik nicht nur zu beschließen, sondern sie auch zu vermitteln. Gute Ideen gewinnen keine Wahlen, wenn sie die Bürger nicht erreichen. Aus guten Ideen muss politische Wirkung werden. Dafür brauchen wir neben kampagnenfähigem Spitzenpersonal vor allem starke Kreisverbände. Hier werden Mitglieder gewonnen und gebunden, Kampagnen geführt und liberale Politik vor Ort sichtbar. Kreisverbände sind keine Verwaltungseinheiten. Sie sind unsere politischen Wachstumszellen.

Aus Kreisverbänden müssen kampagnenfähige Organisationen werden, die durch die Landes- und Bundespartei strukturell und praktisch gestärkt werden.

1. Politisches Handwerk vermitteln

Die Partei soll ein Kampagnen- und Kommunikationsprogramm für Kreisverbände entwickeln und aktiv anbieten. Dafür soll auch die Zusammenarbeit mit der Friedrich-Naumann-Stiftung auf Kreisebene stärker vorangetrieben werden, da diese bereits ein umfassendes Programm anbietet. Auch die Partei ist in der Pflicht, das Handwerk zu vermitteln, zu trainieren und praktisch zu unterstützen, das heute nötig ist, um Positionen, Ideen und Lösungen erfolgreich zu vermitteln.

Im Mittelpunkt stehen insbesondere Social Media und Content, aber auch Storytelling, Video, Pressearbeit, Veranstaltungsformate, Mitgliedergewinnung und (digitale) Zielgruppenansprache.

Die Partei soll die Kreisverbände strategisch so aufstellen, dass dies einfach in die lokale Vorstandsarbeit integriert werden kann, beispielsweise durch eine Vielzahl an Vorlagen, Schulungen, Content und professioneller Unterstützung.

2. Kampagnenfähiges Spitzenpersonal

Das Spitzenpersonal der Partei muss spätestens ab Landesebene kampagnenfähig aufgestellt sein. Neben fachlicher Expertise braucht es Persönlichkeiten, die politische Inhalte verständlich vermitteln, öffentliche Aufmerksamkeit erzeugen und Menschen für liberale Politik gewinnen.

Bei Personalentwicklung und Aufstellung soll Kampagnenfähigkeit ausdrücklich berücksichtigt werden: Reichweite außerhalb der eigenen Parteibasis, Medienpräsenz, verständliche Vermittlung komplexer Themen und die Fähigkeit, Menschen zur politischen Beteiligung zu mobilisieren. Followerzahlen allein sind kein geeigneter Maßstab.

Die Partei soll diese Kompetenzen durch Medientraining, Kampagnenbegleitung und gezielte Personalentwicklung systematisch stärken.

3. Stadt und Fläche strategisch unterscheiden

Die FDP braucht eine regionale Strategie. Wirtschaftsstarke, internationale und urbane Regionen sind für die FDP besonders relevant. Dort treffen Unternehmertum, Innovation, Wissenschaft und liberale Lebensentwürfe aufeinander. Diese Hochburgen müssen gezielt gestärkt und ausgebaut werden.

Gleichzeitig müssen wir in der Fläche wieder an Relevanz gewinnen. Dafür braucht es andere Themen, andere Ansprache und andere Organisationsformen.

Bundes- und Landespartei sollen deshalb gemeinsam mit den Kreisen eine regionale Wachstumsstrategie entwickeln: Hochburgen stärken, Potenzialregionen entwickeln und neue Relevanz in der Fläche schaffen.

4. Nachwuchs nach Leistung entwickeln

Die FDP braucht ein echtes Nachwuchsprogramm mit Mentoring, politischer Bildung, Kampagnentraining und konkreten Möglichkeiten, Verantwortung zu übernehmen.

Wir müssen von Proporzlogik zu Wettbewerbsfähigkeit kommen. Engagement, Kompetenz, Leistung und die Fähigkeit, Menschen für liberale Politik zu gewinnen, müssen stärker darüber entscheiden, wer Verantwortung übernimmt. Gleichzeitig müssen junge und neue Mitglieder früh Möglichkeiten bekommen, in politische Rollen hineinzuwachsen.

5. Kampagnen- und Kommunikationsplan

Die FDP Frankfurt geht mit eigenem Beispiel voran. Der Kreisvorstand legt bis zur nächsten Kreismitgliederversammlung einen Kampagnen- und Kommunikationsplan vor. Er enthält insbesondere:

Die Erfahrungen bringt der Kreisverband in die Arbeit von Landes- und Bundespartei ein.