Taxis

Fragen der Taxivereinigung für die Parteien/Spitzenkandidatinnen und -kandidaten zur Kommunalwahl 2016:

1. Taxinutzung

Frage:

Wie oft nutzen Sie ein Frankfurter Taxi?

Antwort:

Mehrfach im Monat,  je nach terminlicher Belastung ca.  sechs bis zehn mal.

2. Tempo 30 auf Hauptverkehrsstraßen

Frage:

Beabsichtigt Ihre Partei/Fraktion ei­ne weitere Ausweitung der Tempo-30-Zonen auf Hauptstraßen bzw. in den Nacht­stunden und wie steht ihre Partei zu einem Tempolimit von 30 km/h auf Hauptverkehrsstraßen in den Nachtstunden?

Antwort:

Die FDP steht einem nächtlichen Tempolimit von 30 km/h auf Hauptverkehrsstraßen sehr kritisch gegenüber, denn die Lärmreduzierung ist ebenso gering wie die Akzeptanz bei den Autofahrern. Es wäre schon viel gewonnen, wenn Tempo 50 eingehalten würde. Aber der Verkehrsdezernent hat selbst eingeräumt, dass die Einhaltung von Tempo 50 auch mit Verkehrskontrollen kaum durchzusetzen sei. Dies gilt dann natürlich umso mehr für Tempo 30. Tempo 30 auf Hauptstraßen lehnen wir ab, da dies den Verkehrsfluss  unnötig verlangsamen und behindern würde. Allerdings halten wir Tempo 30 in Wohngebieten und vor allem vor Kitas und Schulen aus Gründen der Sicherheit für sinnvoll.

3. Stärkere Vernetzung des ÖPNV mit Taxen

Frage:

Wie steht Ihre Partei/Fraktion zu ei­ner stärkeren Vernetzung des ÖPNV mit den Taxen, z.B. als Er­satz für die teureren Nachtbusse in den Außenbezirken, für Persona­l­fahr­ten, als Dienstwa­gen­ersatz im innerstädtischen Verkehr und als Ergänzung zu Bussen und Bahnen?

Antwort:

Eine solch stärkere Vernetzung halten wir für sehr sinnvoll. Denn es ist ein praktikabler Beitrag dazu, die Mobilität der Bürger weiter zu verbessern. Insbesondere dann, wenn es bei S- und U-Bahnen zu Betriebsstörungen kommt. Als flexible Ergänzung des ÖPNV und zum schnellen Erreichen von eher entlegenen Zielen in der Stadt sind Taxis die ideale und unverzichtbare Ergänzung zum ÖPNV.

4. Motorisierter Individualverkehr

Frage:

Mit welchen Maßnahmen will Ihre Partei dafür sorgen, dass der motorisierte Individualverkehr in Frankfurt flüssiger läuft und Staus nach Möglichkeit vermieden werden?

Antwort:

Hierzu bedarf es unter anderem eines funktionierenden Baustellenmanagements, das dazu beitragen soll, Behinderungen so gut es geht zu minimieren und sie da, wo sie unvermeidlich sind, den betroffenen Verkehrsteilnehmern rechtzeitig zu Kenntnis zu bringen. Die zuständigen Ämter dürfen in ihren Bemühungen nicht nachlassen, die Ampelschaltungen weiter zu optimieren. Bei der insbesondere bei den Grünen sehr beliebten Umverteilung des Straßenraumes müssen neben den Belangen des Radverkehrs auch die des Autoverkehrs angemessen berücksichtigt werden.

5. Arbeitsbedingungen für Taxifahrer

Frage:

Unterstützt Ihre Fraktion unsere Initi­a­tiven für Taxis bessere Arbeits­bedin­gun­gen zu schaffen z.B. durch bessere Kenn­zeichnung der Halteplätze (Pro­blem des Zu­par­kens durch Privat-Pkw), der besseren Anlage von Hal­te­plätzen, ori­entiert an der Nachfrage der Fahr­gäste?

Antwort:

Ja, diese Anliegen unterstützen wir. Davon profitieren nicht nur die Taxifahrer, sondern auch die Fahrgäste.

6. Verzicht auf eigenes Kraftfahrzeug – Umwelt entlasten

Frage:

Ist sich Ihre Partei/Fraktion der immer wichtigeren Bedeutung des Taxige­wer­bes bewusst, gerade für die Mobilität älterer Mitbürger, aber auch Kranker und Behinderter und der steigenden Zahl von Frankfurtern, die bewusst auf ein eigenes Kfz verzichten, um mit dem ÖPNV und mit dem Taxi zu fahren, auch um die Umwelt zu entlasten ?

Antwort:

Ja, dessen sind wir uns sehr bewusst. Unter anderem deshalb sehen wir Taxis und deren Vernetzung mit dem ÖPNV als unverzichtbar an.

7. Umgestaltung von Hauptverkehrsstraßen – Wegfall von Fahrspuren

Frage:

Wie steht Ihre Partei zur derzeit diskutieren Umgestaltung von Hauptverkehrsstraßen, die einen Wegfall von Fahrspuren beinhalten? (Beispiel Eschersheimer Landstraße, Berliner Straße)

Antwort:

Die genannten Beispiele sind wichtige Nord-Süd- bzw. Ost-West-Verbindungen. Im Fall der Eschersheimer Landstraße sehen wir es als kritisch an, dass durch umfangreiche und kostenintensive  Umbauarbeiten Fakten geschaffen werden, die nur mit erneut hohem Kostenaufwand korrigiert werden können, sollte es aufgrund des Wachstums der nördlichen Stadtteile zu einer stärkeren Belastung der Straße kommen. Den Rückbau der Berliner Straße sehen wir als höchst kritisch an. Die Berliner Straße ist eine der wichtigsten Ost-West-Verbindungen in der Stadt, eine Verengung würde zu erheblichen Behinderungen des Verkehrs in der Innenstadt führen.

8. Freigabe von Busspuren

Frage:

Wie steht Ihre Partei/Fraktion zur Freigabe von Busspuren und aufgepflasterten Straßenbahnschienen für den Taxenverkehr?

Antwort:

Unter der Voraussetzung, dass der ÖPNV nicht behindert wird, halten wir eine solche Freigabe für sinnvoll.