Stephanie Wüst

Warum trittst du als Kandidatin zur Landtagswahl 2018 an?

Eine der Hauptaufgaben der Politik liegt in der Gestaltung. Ich habe derzeit das Gefühl, dass in Wiesbaden oder Berlin mehr verwaltet als gestaltet wird und das möchte ich aktiv ändern. Wir brauchen in unseren Parlamenten junge Menschen, die Visionen aber vor allem Tatendrang haben. Ich habe Ideen und vor allem tolle Menschen in meinem Umfeld – seien es Parteifreunde, meine Familie, meine Freunde oder meine Mannschaft im Verein, die mich inspirieren und tagtäglich zeigen, was alles verbessert werden kann. Jetzt muss es angepackt werden.

Was soll sich in Hessen und Frankfurt konkret verändern; was willst du anpacken (was sind deine Schwerpunkte)?

Vor allen Dingen möchte ich mich dafür einsetzen, dass Gesetze und Erlasse auch mal zu Vereinfachung führen. Die Politik muss sich auch dafür einsetzen, dass Überregulierung und Überbürokratisierung entschlackt werden. Viele neue Ideen führen oft zu mehr Komplexität und machen es so komplizierter für die BürgerInnen. Vor allem zeigt sich das in den Bereichen Wirtschaft und Arbeit sowie Digitalisierung und Innovationen. Wir leben und arbeiten in der Welt von heute mit einer Gesetzgebung von Vorvorgestern. Längst schon bilden unsere Gesetze das reale (Arbeits-)Leben nicht mehr ab und dieses starre Gerüst muss flexibler und lebensfreundlicher werden. Hessen muss sich auf Bundesebene dafür einsetzen, dass das Arbeitszeitgesetz geändert wird. Gleichzeitig müssen wir im Bereich Digitalisierung deutlich nacharbeiten und vor allem Gründern und Unternehmen, die mit Daten und Datenverarbeitung arbeiten, eine Heimat bieten. Das schaffen wir nur, wenn wir den Glasfaserausbau in Hessen vorantreiben – bei Unternehmen reden wir da im Gigabit-Bereich, damit diese Innovationen vorantreiben können. Wir haben in Frankfurt mit dem Deutsche Commercial Internet Exchange bereits die beste Infrastruktur. Jetzt brauchen wir Rechtssicherheit und vor allem entsprechende Infrastruktur wie bezahlbaren und stabilen Strom. Gleichzeitig möchte ich aber, dass wir mehr für unsere Wirtschaft und für Gründer tun. Ein erster Schritt wäre dabei, bürokratische Anforderungen (für Gründer und Unternehmen) auf ein Mindestmaß zu reduzieren.

Warum sollte man die FDP am 28. Oktober wählen?

Die FDP ist die einzige Partei, die aktiv gestalten will. Für mich ist sie die Zukunftspartei. Dabei geht es einerseits um die Zukunft unseres Landes: Wir wollen, dass Hessen Wirtschaftswachstumsland Nummer 1 wird, um die regionale Wirtschaft und damit Arbeitsplätze aber auch gesellschaftliche Strukturen und Kultur zu wahren und zukunftsfest zu machen. Andererseits wollen wir, dass alle Generationen an dieser Zukunft teilhaben. Wir setzen uns bundesweit dafür ein, dass die BürgerInnen mehr von ihrem erwirtschaftetem Geld haben, um ihre Zukunft ebenso wie ihren Lebensweg individuell gestalten zu können. Das werden die Freien Demokraten in Hessen voranbringen.