Wirtschaft

Eine leistungsfähige Wirtschaft ist die Voraussetzung für die Schaffung und den Erhalt von Arbeitsplätzen. Die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Frankfurt muss weiter gesteigert werden, damit ansässige Unternehmen in Frankfurt bleiben und weitere Unternehmen und Investoren zur Ansiedlung bewegt werden. Zu einem solchen Vorhaben gehören vor allem: die Senkung der Belastung durch Steuern, Gebühren und Abgaben, die ausreichende Ausweisung und Erschließung von Gewerbe- und Industrieflächen sowie die Bereitstellung der nötigen Infrastruktur.

Entscheidend sind eine grundlegende Verbesserung aller Standortfaktoren und die Stärkung der Attraktivität Frankfurts im Wettbewerb mit anderen europäischen Städten.

Industrie und Gewerbe gehören zu Frankfurt. Der Reichtum Frankfurts begründet sich nicht nur in den Türmen der Banken. Die Industriearbeitsplätze sind ein wichtiges Standbein für die gute wirtschaftliche Entwicklung Frankfurts. Wir wollen den Industriestandort stärken und ausbauen. Gewerbe- und Industriestandorte müssen den in Frankfurt ansässigen Firmen die Möglichkeit zur Expansion bieten und gut erschlossen sein, auch mit digitaler Infrastruktur. Wir müssen auch die Entwicklung neuer Industrie- und Gewerbeflächen in den Blick nehmen. Die bloße „Aktivierung“ bestehender Flächen und ein Flächensicherungskonzept reichen nach unserer Überzeugung zur Sicherung des Industrie- und Gewerbestandortes nicht aus.

Eine Gründerkultur entwickelt sich dort, wo nicht nur junge Menschen gute Ideen haben und diese verwirklichen können. Um diese Ideen umzusetzen ist es erforderlich, dass Ansprechpartner gefunden werden und durch unbürokratische Genehmigungen der Gründungsstart zügig erfolgen kann. Um alle Potenziale junger Menschen zu nutzen, ist die Zusammenarbeit (Vernetzung) von Wirtschaft, Universität, Hochschule und die Unterstützung der Stadt von großer Wichtigkeit. Es hat sich gezeigt, dass viele Arbeitsplätze durch Neugründungen geschaffen werden. Gründungswilligen ist von Seiten der Stadt jede nur denkbare Unterstützung zu gewähren. Hierzu bedarf es eines Gründerkonzepts, das die vorhandenen Stärken des Standorts Frankfurt aufnimmt und weiterentwickelt.

Die Förderung der Kreativwirtschaft darf nicht länger ein Lippenbekenntnis sein, sondern das „virtuelle Gründerhaus“ muss schnellstmöglich zu einem wirklichen Treffpunkt der Kreativwirtschaft entwickelt werden. Frankfurt als Standort weltweit bekannter Kreativmessen wie Buchmesse, Musikmesse, Heimtextil, Tendence, Light + Building  etc. muss weiter gestärkt werden.

Das wollen wir für Frankfurt erreichen:

Sofortmaßnahmen:

  • Sicherung und Weiterentwicklung von ausreichenden Industrie- und Gewerbestandorten einschließlich der infrastrukturellen Anbindung.
  • Förderung der Ansiedlung von Firmen der Finanztechnologie.
  • Erarbeitung eines Gründerkonzepts.
  • Entwicklung „Haus der Kreativwirtschaft“.
  • Lockerung der Bauvorschriften für Sommergärten in der Gastronomie
  • Flächendeckendes W-LAN in der Innenstadt.
  • Ausbau der Breitbandnetze – alle Haushalte mit mindestens 50 Mbit/s anschließen.

Bis 2020 wollen wir erreichen:

  • Entwicklung eines langfristigen Standortkonzeptes für Gewerbe- und Industrieflächen einschließlich der Entwicklung von Perspektiven für neue Flächen.
  • Als langfristige Perspektive fordern wir die Absenkung des Gewerbesteuerhebesatzes.