Soziales

Liberale Sozialpolitik steht in der Verantwortung für Menschen, die aufgrund ihrer Lebensumstände Hilfe brauchen. Ihnen soll geholfen werden mit dem Ziel, ein eigenständiges Leben führen zu können. Dabei steht die Hilfe zur Selbsthilfe im Vordergrund. Frankfurt ist eine Stadt, in der viele Menschen ehren- und hauptamtlich aktiv für das soziale Leben in unserer Stadt arbeiten. Trotz dieses großen Engagements gibt es immer wieder neue und vielfältige Herausforderungen, die bewältigt werden müssen.

In Frankfurt gibt es viele Träger von im weitesten Sinne sozialen Maßnahmen, die wertvolle Arbeit leisten. Es gibt jedoch Verbesserungsbedarf bei der Transparenz und Koordination der Träger untereinander und bei der Evaluierungen der Projekte.

Politik für Menschen mit Behinderung ist mehr als reine Sozialpolitik. Sie ist für uns Liberale auch Bürgerrechtspolitik. In Frankfurt leben über 60.000 Menschen mit  Behinderungen. Jeder von ihnen soll sein Leben frei und selbstbestimmt, ohne Bevormundung oder Diskriminierung führen können. Hilfsmaßnahmen sollen so gestaltet sein, dass sie Selbsthilfe und Eigeninitiative fördern. Maßnahmen zur Integration in das Berufsleben sind unbürokratisch umzusetzen. Die Beachtung der Barrierefreiheit muss zu einer Selbstverständlichkeit werden. Ausdrücklich bekennen wir uns zur UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung.

Zur Sicherung eines jugendgerechten Lebensraums gehört, dass junge Menschen Einrichtungen vorfinden, die ihre Entwicklung und Persönlichkeit fördern. Das Verhältnis zwischen festen Einrichtungen und mobiler Jugendarbeit ist dabei ständig zu überprüfen.

Als weltoffene und verantwortungsbewusste Kommune darf die Stadt Frankfurt Jugendliche nicht der Agitation von Radikalen überlassen. Insbesondere der persönlichen Ansprache durch Radikale in der Öffentlichkeit und auf Schulhöfen muss die Stadt Einhalt gebieten. Dazu sollten verschiedene Maßnahmenbündel umgesetzt werden. Weiterbildungsangebote für Lehrer aller Schulformen und Mitarbeiter und Betreiber von Jugendeinrichtungen sollen gefördert werden, damit beginnende Radikalisierung frühzeitig erkannt wird.

Senioren dürfen nicht ausgegrenzt werden. Auf die Bedürfnisse von Senioren im Bereich der Mobilität muss die Stadt besser eingehen. Im öffentlichen Raum sollen Treffpunkte geschaffen werden, die zum Verweilen und zu Gesprächen einladen. Schließlich sind ein kultursensibler Umgang in Alten- und Pflegeheimen und neue Wohnformen zu fördern.

Die Freien Demokraten setzen sich dafür ein, dass der Seniorenbeirat gestärkt wird durch Presserecht, öffentliche Sitzungen und ein Vorschlagsrecht in der Stadtverordnetenversammlung. Senioren und Seniorinnen besitzen Kenntnisse und Lebenserfahrungen, die von unserer Gesellschaft nur unzureichend genutzt werden. Durch das freiwillige Engagement der Senioren und Seniorinnen kann dieses Wissen der Gesellschaft zugänglich gemacht werden. Ehrenamtliche Tätigkeit von Senioren und Seniorinnen ist daher zu fördern.

Das wollen wir für Frankfurt erreichen:

Sofortmaßnahmen:

  • Verbesserung der Transparenz und der Koordination bei den Trägern sozialer Maßnahmen.
  • Konsequente Wirksamkeitsmessung bei allen Maßnahmen im Sozialbereich.
  • Grundsätzliche Beachtung der Barrierefreiheit in allen Bereichen.
  • Jugendhäuser/Clubs in den Stadtteilen fördern und ausbauen.
  • Stadtweiter Ausbau des Beratungsangebots zur Prävention der Radikalisierung von Jugendlichen.
  • Unterstützung von privaten Initiativen zur Kinderbetreuung und von Tagesmüttermodellen.
  • Stärkung des Seniorenbeirats durch Presserecht, öffentliche Sitzungen und Vorschlagsrecht in der Stadtverordnetenversammlung.