Nicola Beer

Nicola Beer ist Spitzenkandidatin der FDP Hessen zur Bundestagswahl 2017 und tritt im Wahlkreis Frankfurt am Main I (182) an.

1. Warum trittst du zur Bundestagswahl an?

Seit vier Jahren gibt es im Deutschen Bundestag nichts als Stillstand. Die Große Koalition schafft bei inhaltlichen Unstimmigkeiten nur Konsens, statt die Bürgerinnen und Bürger frühzeitig an einem Meinungsfindungsprozess teilhaben zu lassen. Die Mini-Opposition ist so gut wie nicht vernehmbar. Wenn mal debattiert wird, dann geht es ideologisch zu und an den wahren Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger vorbei. Die Parteien im Bundestag beschäftigen sich zu sehr mit sich selbst. Was fehlt, ist eine Stimme der Vernunft. Die sich erhebt, wenn Bürgerrechte beschnitten, Marktchancen verspielt, Innovation ausgebremst und Generationengerechtigkeit mit Füßen getreten wird. Das will ich ändern. Und deshalb kandidiere ich für den Bundestag.

Deutschland war das Land der Ideen, aber es wird zunehmend zum Land der verpassten Chancen. Nicht, weil den Leuten die Ideen ausgehen, sondern, weil sie durch bürokratische Hürden systematisch behindert werden. Gleichzeitig sind wir in Bildungsrankings gerade mal Mittelmaß – vor allem in den Naturwissenschaften. Hinzu kommt eine Tendenz, statt Chancen nur Probleme zu sehen. Das ist ein gefährlicher Mix, weil dadurch rasante Entwicklungen, wie wir sie in der Digitalisierung erleben, teilweise an uns vorbeigehen. Deshalb will ich hier Lösungen aufzeigen, wo andere nur Probleme benennen.

2. Was soll sich in Deutschland konkret verändern; was willst du anpacken?

Was wir brauchen, ist weltbeste Bildung für alle – unabhängig vom Elternhaus, unabhängig von finanziellen Möglichkeiten. Es gibt keine bessere Sozialpolitik. Denn Bildung befähigt Menschen, gibt Selbstvertrauen und stärkt den Gründergeist. Und damit dieser nicht verkümmert, setze ich mich für eine Gründungsoffensive ein: Mit Venture-Capital-Gesetz, Forschungsprämien und einem bürokratiefreien Jahr für Start-ups, um nur einige Punkte zu nennen. Es ist auffallend, dass in Deutschland viele junge Menschen von vornherein ausschließen, sich selbstständig zu machen. Hier möchte ich Hemmungen abbauen. und zwar schon in der Schule. Selbstständigkeit und Unternehmertum gehören in die Lehrpläne! Selbständigkeit macht die Menschen unabhängiger, egal wie alt sie sind. Nach dem Motto: Wenn mir niemand einen Arbeitsplatz gibt, dann schaffe ich mir einen.

Digitalisierung liegt mir besonders am Herzen. Noch nie gab es eine Technologie, die so schnell so einschneidende Veränderungen herbeigeführt hat und auch weiterhin herbeiführen wird. Eine wahre Schlüsseltechnologie! Ob Mobilität, Gesundheitsversorgung, Umweltschutz, Industrie 4.0, Altersvorsorge oder Bildung – es gibt keinen Bereich, in den sie nicht hineinwirkt. Es ist absurd zu glauben, jeden Teilaspekt gesetzlich regeln zu können. Bevor das Gesetz durch ist, ist die Technologie überholt. Deshalb setze ich mich für eine Digitalverfassung ein, die einen verlässlichen Rahmen bildet, aber dennoch die notwendige Flexibilität einräumt. Gebündelt werden müsste alles in einem Ministerium für Digitales.

Als Mutter zweier Söhne mache ich mir Sorgen um unser Rentensystem. Das muss dringend modernisiert werden, damit es fair und verlässlich ist und zu allen Lebensentwürfen passt. Mein Ziel: Flexibler Renteneintritt ab 60 Jahren, eine flexible Altersvorsorge durch einen individuellen Baukasten, ein Vorsorgekonto für mehr Transparenz sowie mehr Freiraum und Rentabilität für die private Altersvorsorge.

Soziale Gerechtigkeit bedeutet nicht noch mehr Umverteilung, sondern mehr Leistungsträger schaffen statt mehr Leistungsempfänger. Gründer statt Bittsteller. Enkelfitte Rente statt Wahlgeschenke. Das will ich anpacken.

3. Warum sollte man die FDP am 24. September wählen? 

Wer Bewegung statt Stillstand will, der muss FDP wählen. Wer Vernunft statt Ideologie will, muss FDP wählen. Wer Marktwirtschaft statt verdeckter Planwirtschaft will, der muss FDP wählen. Wir wollen raus aus dem Nanny-Staat, der Bürger entmündigt, statt sie zu stärken. Ich lasse mir nicht gerne von Ideologen vorschreiben, ob ich Fleisch essen soll oder nicht, ich lasse mich nicht gerne enteignen durch eine katastrophale Zinspolitik oder ein Verbot von Dieselfahrzeugen, das den Verkaufswert meines Wagens senkt. Ich lasse mir nicht vorschreiben, was ich zu sagen oder zu denken habe. Ich bin mir sicher, dass es vielen Menschen genauso geht. Der Staat soll sich um hoheitliche Aufgaben kümmern und einen verlässlichen Rahmen setzen, für die Durchsetzung des Rechtsstaates sorgen und ansonsten seinen Bürgern die Möglichkeit geben ihr Leben eigenverantwortlich zu gestalten. Wir sind die Partei für die Selbstdenker und Selbstmacher. Nur Mut: Machen Sie mit!

7 gute Gründe für Nicola Beer