Metropoler Lebensraum Innenstadt

Die Innenstadt von Frankfurt ist ein besonderer Raum. Hier kommt das Leben in einer Metropole in besonderer Weise zum Ausdruck. Hier zeigt sich die Multifunktionalität einer Stadt mit all ihren Vorzügen und Chancen, aber auch Problemen. Liberale Kommunalpolitik akzeptiert diesen vielfältigen Charakter im Zentrum einer Großstadt und möchte dafür Sorge tragen, dass die Ansprüche unterschiedlicher Nutzer möglichst optimal erfüllt werden können. Dazu ist eine gesamtheitliche Betrachtung und Planung der Innenstadt notwendig.

Die Innenstadt ist Wohn- und Lebensraum für die dort ansässigen Bewohner. Das erfordert Versorgungsmöglichkeiten, Räume für die Freizeitgestaltung, eine angemessene soziale Infrastruktur und Rückzugsmöglichkeiten zur Erholung und Entspannung. Daneben ist die Frankfurter Innenstadt aber auch Oberzentrum für die gesamte Rhein-Main-Region mit einer Vielzahl von Arbeitsplätzen, Einkaufsmöglichkeiten, sowie Kultur- und Freizeiteinrichtungen.

In den letzten Jahren ist Frankfurt zudem ein bedeutender Tourismusmagnet geworden. Insbesondere die Altstadt steht auf dem Besuchsprogramm. Städtereisende, Messebesucher oder Deutschlandrundreisende haben andere Anforderungen an eine Innenstadt, die ebenfalls berücksichtigt werden müssen, wenn die Besucher weiterhin kommen sollen.

Die besondere Funktion der Frankfurter Innenstadt für die Gesamtstadt, die Region und darüber hinaus erfordert einen integrierten Planungsansatz. Dabei ist in jedem Fall die Erreichbarkeit der Innenstadt mit allen Verkehrsträgern (Busse und Bahn, Auto, Fahrrad, Fußgänger) sicherzustellen.

Die Stadtplanung in Frankfurt muss dazu beitragen, dass sich ein möglichst attraktives Angebot an Einzelhandel, Hotels und Gaststätten erhalten bzw. entwickeln kann. In den Sommermonaten genießen Einwohner und Besucher die vielfältigen gastronomischen Angebote im Freien. Die FDP setzt sich für eine Liberalisierung der engen Rahmenbedingungen für die Außengastronomie ein, insbesondere was die Öffnungszeiten und die Bauvorschriften für Sommergärten angeht.

Dazu gehört es auch, das Sicherheitsbedürfnis der Bewohner und der Besucher zu befriedigen und für die ordentliche Erscheinung und Sauberkeit der Innenstadt zu sorgen. Besonderer Beachtung bedürfen die Randgebiete des Einkaufszentrums, die häufig für die Versorgung der lokal ansässigen Bevölkerung eine wichtige Rolle wahrnehmen. Inhabergeführte Geschäfte in den Nebenstraßen der Zeil mit ihrer wichtigen Mischstruktur sind wichtig für die Attraktivität der Innenstadt.

Für die gesamte Innenstadt von Frankfurt muss deshalb ein Innenstadt-Konzept entwickelt werden, das diesen vielfältigen – und teilweise auch divergierenden – Ansprüchen genügt.

Das wollen wir für Frankfurt erreichen:

Sofortmaßnahmen:

  • Vorlage eines Konzepts zur Gestaltung des Platzes an der Hauptwache.
  • Keine Bebauung von Roßmarkt und Goetheplatz.
  • Verbesserung der Polizeipräsenz; Aktionsplan sauberes und sicheres Frankfurt.
  • Liberalisierung der Öffnungszeiten für die Außengastronomie auf 23 Uhr in der Innenstadt.
  • Erhalt von ausreichend Parkplätzen.

Bis 2020 wollen wir erreichen:

  • Neugestaltung des Platzes an der Hauptwache.
  • Erhalt der Kleinmarkthalle und Sicherung dieses Standorts.
  • Änderung der Bauvorschriften zur Erleichterung von Vorbauten in Sommergärten.
  • Weiterentwicklung des Innenstadtkonzeptes, um die Erreichbarkeit der Innenstadt sicherzustellen.

Langfristige Forderungen:

  • Aufwertung der östlichen Zeil durch gehobenen Einzelhandel und Gastronomie.
  • Förderung der Nebenstraßen des Einkaufszentrums, die für die Stadtteilversorgung wichtig sind.
  • Entwicklung eines Masterplans Finanzplatz 2.0, um rechtzeitig die Anforderungen der Finanzdienstleister an die Infrastruktur (inkl. Datennetze) zu erfassen.