Leben in Frankfurt

Menschen brauchen Räume, um ihr Leben zu gestalten und zu organisieren. In der modernen Stadt finden alle menschlichen Aktivitäten ihren konkreten lokalen Niederschlag. Die Stadt ist zudem jener Ort, an dem Trends und Entwicklungen zuerst und am deutlichsten sichtbar werden. Globalisierung und Urbanisierung, veränderte Formen und Ansprüche der Mobilität, die zunehmende Individualisierung der Gesellschaft und nicht zuletzt die zunehmende Alterung der Bevölkerung bedeuten einen erheblichen Veränderungsdruck und deutlichen Anpassungsbedarf für eine Metropole wie Frankfurt.

Liberale Kommunalpolitik will den Wandel nicht mit Regulierungen erschweren oder zu verhindern versuchen. Stattdessen setzt sie gerade beim (Zusammen-)Leben in der Stadt auf die Verantwortung und das Engagement des Einzelnen und die Kraft der freiwilligen Kooperation, um Frankfurts nächste Schritte als Zentrum der Metropolregion Rhein-Main zu gestalten. Die Freien Demokraten gehen davon aus, dass die Menschen sich ihre Stadt als Wohn- und Lebensraum selbst gestalten.

Liberale Kommunalpolitik akzeptiert gesellschaftliche und wirtschaftliche Trends als Grundlage der Stadtplanung, verfolgt also einen pragmatischen Planungsansatz statt eines idealistischen, ausgedrückt in dem Grundsatz Innen- vor Außenentwicklung; sie will durch Planung für die Bürger einen Rahmen setzen, statt durch Fremdplanung die gesellschaftliche Entwicklung zu definieren und zu steuern.

Die Freien Demokraten sind sich bewusst, dass es in der Großstadt Frankfurt immer um den Ausgleich zwischen konkurrierenden Nutzungen und divergierenden Interessen gehen wird. Liberale Kommunalpolitik will die finanziellen Mittel möglichst effizient verwenden, um eine optimale Infrastruktur bereitstellen zu können.

Urbane Räume in einer vielfältigen Metropole

Zum Leben in der Stadt gehört nicht nur ein gutes Angebot an Wohnungen, sondern auch  die Ausstattung mit Freiflächen für Freizeit und Sport, eine funktionierende Sozialinfrastruktur sowie Versorgungseinrichtungen und Gastronomie, schließlich ein reichhaltiges Kultur- und Vereinsleben sowie die Anbindung an die Verkehrsinfrastruktur. Die Frankfurter Innenstadt sowie die zentrumsnahen Stadtviertel besitzen in hohem Umfang urbane Qualitäten. Daneben stehen Stadtteile mit eher vorstädtischem Charakter und ältere, außenliegende Stadtteile mit kleinstädtischem oder sogar dörflichem Charakter. Die traditionell gewachsenen Strukturen der verschiedenen Stadtbezirke sind zu würdigen, wenn sie weiterentwickelt werden, um dem Leitbild einer vielfältigen Metropole zu genügen.