Gesundheit

Liberale Gesundheitspolitik zielt darauf ab, den Bürgern alle notwendigen Informationen zugänglich zu machen, damit sie die Verantwortung für ihre Gesundheit weitgehend selbst übernehmen können. Die Aufklärung über Suchtformen – einschließlich Wett-, Spiel- und Onlinesucht – muss ausgebaut werden. Für uns Liberale gilt der Grundsatz: Vorbeugen ist besser als heilen.

Um Drogensüchtige zu erreichen, sind Einrichtungen wie Gesundheitsräume (sogenannte Druckräume) notwendig. Die Frankfurter FDP unterstützt die kontrollierte Abgabe von Methadon und Diamorphin an Heroinabhängige. Ziel einer Substitutionsbehandlung ist  dabei neben der körperlichen und psychischen Stabilisierung des Patienten der Ausstieg aus der Sucht und die Bekämpfung der Beschaffungskriminalität.

Bereits in der Vergangenheit hat sich die Stadt Frankfurt durch den Frankfurter Weg in der Drogenpolitik besonders ausgezeichnet.

In einer älter werdenden Gesellschaft sind die Möglichkeiten der Palliativmedizin und der Sterbebegleitung auszubauen. Dadurch werden größtmögliche Selbstbestimmung und ein würdevolles Sterben gewährleistet. Frankfurt braucht hierzu die nötigen klinischen Einrichtungen.

Die FDP ist überzeugt, dass das Klinikum in Höchst eine unverzichtbare Einrichtung für die westlichen Stadtteile und die nahe Region ist. Die FDP begrüßt daher den anstehenden Neubau, spricht sich aber deutlich gegen einen Neubau im Passivhausstandard aus, weil dadurch die Baukosten massiv ansteigen. Die Zusammenarbeit zwischen dem Klinikum Höchst mit den Main-Taunus-Kliniken sehen wir Freie Demokraten als notwendig an, um das Defizit des Klinikum Höchst in den Griff zu bekommen. Sollte diese Ziel nicht erreicht  werden, verschließt sich die FDP nicht einer Beteiligung von Privaten an den Städtischen Kliniken.

Die FDP unterstützt die Anstrengungen des Stadtgesundheitsamtes in seiner präventiven Aufklärungsarbeit in Kindergärten und Schulen zu Ernährungsfragen und Infektionskrankheiten.

Das Gesundheitsamt leistet in der aktuellen Flüchtlingssituation Erhebliches, um die humanitäre Erstversorgung sowie notwendige Impfungen in den Notunterkünften sicherzustellen. Aufgrund der aktuellen Situation und der damit wachsenden gesundheitlichen Herausforderung sehen wir Freie Demokraten es als unabdingbar an, dass humanitäre Netzwerk an dieser Stelle auszubauen, damit neben der wichtigen Aufgabe der Erstversorgung von Flüchtlingen auch das medizinische Angebot des Gesundheitsamtes für die Frankfurter Bürgerinnen und Bürger bestehen bleibt.

In Anbetracht der Metropolfunktion von Frankfurt setzt sich die FDP weiter für die gezielte Förderung von Organisationen ein, die sich der Aufklärung und Bekämpfung von Aids und anderen durch sexuellen Kontakt übertragbaren Krankheiten sowie der Hilfe für die Betroffenen widmen.

Das wollen wir für Frankfurt erreichen:

  • Ausbau der humanitären Sprechstunde beim Gesundheitsamt.
  • Psychologische Hilfsangebote für traumatisierte Asylsuchende in Frankfurt.
  • Einführung der Modellregion Cannabis.
  • Senkung der Baukosten beim Neubau des Klinikums Höchst durch Verzicht auf Passivhausstandard.